Polizist… mehr als ein Beruf

Veröffentlicht am Veröffentlicht in 2016, Azubibericht 2016

Menschen helfen und einen abwechslungsreichen Alltag zu erleben waren meine Intentionen, mich für den Beruf des Polizeivollzugsbeamten zu entscheiden.

Nach einer bereits abgeschlossenen Berufsausbildung zum Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung bewarb ich mich bei der Bayerischen Landespolizei und knüpfte eine weitere Ausbildung an meine Karriereleiter.

Dann hieß es noch einmal die Schulbank drücken – alles wieder von vorne – aber glaubt mir, es hat sich definitiv gelohnt.

Nach erstem Kontakt zu den Einstellungsberatern, dem erfolgreich bestandenen Einstellungs- und Sporttest und der ärztlichen Untersuchung, begann ich schließlich mein erstes (freiwilliges) Vorpraktikum in Landsberg am Lech bei der dortigen Polizeiinspektion.

Hier konnte ich über fünf Monate bis zum eigentlichen Beginn der Ausbildung die ersten Atemzüge eines Polizeialltages aufnehmen und mich letztlich vollends für den Beruf begeistern. Über die ganz normale Unfallaufnahme bis hin zu spannenden Einsätzen war alles geboten.

Nach erfolgtem Praktikum begann ich die Polizeiausbildung in Eichstätt.
Gleich zu Beginn erlernte ich sämtliche Grundlagen und Handlungsweisen, welche direkt im polizeilichen Einsatztraining in die Praxis umgesetzt werden konnten.

Aber die Ausbildung bei der Polizei hat weit mehr zu bieten als nur Lernunterricht und dem Einsatztraining. Gerade im praktischen Bereich wurde ich mit regelmäßigen Sport – und Schießübungseinheiten, sowie Training in der Selbstverteidigung überzeugt. Auch der im Polizeidienst so wichtige Teamgedanke kommt in der Ausbildung nicht zu kurz: Zeltlager, Walderlebnispfade, sowie gemeinsame Sportveranstaltungen jeglicher Art und Grillabende sorgen dafür, dass der Zusammenhalt der Einheit gestärkt wird.

Nach dem ersten erfolgten Ausbildungsjahr und dem zwischenzeitlichen Standortwechsel von Eichstätt nach Dachau muss man sich gleich im Alltag auf einer bayerischen Polizeidienststelle beweisen. Als dritter, oder sogar oftmals, zweiter Mann im Streifenfahrzeug erlebt man das erste Mal richtige Polizeiarbeit wie nach der abgeschlossenen Ausbildung.

Das sogenannte „Praktikum“ durchläuft man während der Ausbildung zweimal. Beide absolvierte ich bei der Polizeidienststelle der Stadt Bayreuth. Während dieser Zeit konnte ich beweisen, wie viel Polizei in mir steckt. Spannende abwechslungsreiche Aufträge, Kontakt mit Bürgern aller Gesellschaftsschichten und eigenständiges, sowie teamorientiertes Arbeiten rundeten meinen Aufenthalt bei der Dienststelle ab.

Nach all den Unterrichtsstunden, absolvierten Trainingseinheiten und durchgeführten Praktika erwartete mich die Abschlussprüfung.

Als ich auch diese Hürde gemeistert hatte, begann meine Zeit bei der Bereitschaftspolizei in Nürnberg. Bei der 14. Bereitschaftshundertschaft ging es oftmals bei den Trainings an körperliche Grenzen. Aber die harten Trainings sollten auch mit diversesten Einsätzen, von Fußball bis hin zu Großdemonstrationen, belohnt werden. Dazu zählten Einsätze wie der G7-Gipfel, 1.Mai-Demonstrationen in Berlin und die EZB-Eröffnung in Frankfurt am Main.

Mittlerweile habe ich die Ausbildung und die Einsatzstufe bei der Bereitschaftspolizei hinter mir gelassen und ich übe meinen Dienst beim Einsatzzug Fürstenfeldbruck aus.

Vorerst möchte ich auch beim Einsatzzug verbleiben. Aber eines steht fest: Bei der Bayerischen Polizei stehen mir sämtliche Wege offen.